Conzzeta AG

  • WKN: A117LR
  • ISIN: CH0244017502
  • Land: Schweiz

Nachricht vom 07.08.2020 | 06:45

Conzzeta: Umsetzung operativer und strategischer Prioritäten im Pandemieumfeld

Conzzeta / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis

07.08.2020 / 06:45 CET/CEST
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


Halbjahresabschluss 2020
Umsetzung operativer und strategischer Prioritäten im herausfordernden Pandemieumfeld

- Nettoumsatz CHF 576.2 Mio., -16.2%1)

- Betriebsergebnis (EBIT) CHF 49.9 Mio., inkl. CHF 48.1 Mio. Veräusserungsgewinn

- Konzernergebnis CHF 46.6 Mio. und Gewinn je Aktie A CHF 21.96

- Pandemie mit vielschichtigen Auswirkungen - zielgerichtete Gegenmassnahmen

- Fortschritte bei Umsetzung der Fokussierungsstrategie

Kennzahlen Gruppe

CHF Mio. H1 2020 H1 2019 Veränderung
Nettoumsatz 576.2 770.1 -25.2%
   auf vergleichbarer Basis1     -16.2%
Gesamtleistung 594.2 787.7 -24.6%
Betriebsergebnis (EBIT) 49.9 90.5 -44.9%
   bereinigt2 1.8 59.9 -97.0%
   in % Gesamtleistung2 0.3% 7.6% -730 bp
Konzernergebnis 46.6 78.2 -40.4%
   in % Gesamtleistung 7.8% 9.9% -210 bp
Minderheiten 1.2 6.4 -80.9%
Betrieblicher Free Cashflow -40.2 -10.0 302.8%
Flüssige Mittel und Wertschriften 238.2 389.9 -38.9%
Bilanzsumme 1'155.4 1'345.9 -14.2%
Eigenkapital 834.0 958.6 -13.0%
   in % der Bilanzsumme 72.2% 71.2% 100 bp
Betriebliche Nettoaktiven (NOA) 570.3 542.9 5.0%
Rendite auf den durchschnittlichen Nettoaktiven (RONOA)2 0.6% 17.3% -1'670 bp
Anzahl Mitarbeitende per Stichtag 4'928 5'014 -1.7%
Gewinn je Aktie A in CHF 21.96 34.76 -36.8%

1 Vergleichbar, das heisst zu konstanten Wechselkursen und bereinigt um Änderungen im Konsolidierungskreis.
2 2020 ohne Veräusserungsgewinn von CHF 48.1 Mio. aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner und 2019 ohne Veräusserungsgewinn von CHF 30.6 Mio. aus dem Verkauf des Segments Glass Processing.

Zürich, 7. August 2020 - Der Halbjahresabschluss 2020 von Conzzeta ist stark geprägt sowohl von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie als auch von den Devestitionen des Segments Glass Processing per Ende März 2019 sowie des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner per Ende Februar 2020. Mit den Verkäufen fielen einerseits die Umsatz- und Ergebnisbeiträge weg, andererseits resultierten aus den Transaktionen Veräusserungsgewinne von CHF 30.6 Mio. im
1. Halbjahr 2019 bzw. von CHF 48.1 Mio. im 1. Halbjahr 2020. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um die Änderungen im Konsolidierungskreis sowie zu konstanten Wechselkursen, lag der Nettoumsatz der Gruppe im 1. Halbjahr 2020 um 16.2% unter Vorjahr. Die nachteiligen Effekte aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis betrugen CHF 38.9 Mio. und jene aus Währungseinflüssen CHF 30.3 Mio.

Die Geschäftsbereiche von Conzzeta waren von der Pandemie mit den flächendeckenden Lockdowns, den unterbrochenen Lieferketten und den globalen Reisebeschränkungen je nach Tätigkeitsgebiet und Geschäftsmodell unterschiedlich betroffen. In den Geschäftsbereichen Bystronic und FoamPartner mussten verschiedene Produktionsstätten ihren Betrieb zeitweise einstellen. Bei Bystronic milderte der Auftragsbestand die nachteiligen Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag, obwohl er schon zu Beginn der Berichtsperiode wegen der 2019 eingesetzten Abschwächung des Investitionszyklus gegenüber dem Vorjahr etwas tiefer lag. FoamPartner konnte sich der Abhängigkeit vom Geschäft im Automobilbereich, das nicht erst seit Ausbruch der Pandemie im besonderen Masse gefordert ist, mit operativen Verbesserungen teilweise entziehen. Bei Mammut jedoch liess sich eine deutliche Ausweitung des Verlusts im saisonal schwächeren 1. Halbjahr wegen der rund 40-tägigen fast vollständigen Schliessung der anteilmässig dominierenden physischen Absatzkanäle, der komplexen Lieferketten im Outdoorgeschäft und des pandemiebedingten Mehraufwands nicht vermeiden. Dabei gelang mit dem in der Krise deutlich veränderten Kundenverhalten im eigenen Online-Geschäft eine Umsatzsteigerung um 93%.

Die von der Gruppe im März unter dem Titel «Cash, Cost, Complexity» eingeleiteten Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen beinhalten ein Programm für Kosteneinsparungen mit einem Beitrag an das Betriebsergebnis bis Ende 2020 von rund CHF 40 Mio. Dank erster Einsparungen resultierte für die Berichtsperiode unter Ausklammerung der Veräusserungsgewinne ein bereinigter Betriebsgewinn von CHF 1.8 Mio. (Vorjahr CHF 59.9 Mio.) bei einer EBIT-Marge von 0.3% (7.6%). Das Konzernergebnis für das 1. Halbjahr 2020 betrug CHF 46.6 Mio. (CHF 78.2 Mio.) mit einem Anteil für Minderheitsaktionäre von CHF 1.2 Mio. (CHF 6.4 Mio.). Der Gewinn je Namenaktie A lag bei CHF 21.96 und damit um 36.8% unter Vorjahr.

Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner resultierte ein Mittelzufluss von CHF 71.2 Mio. Die Gruppe hielt dank der umfangreichen liquiden Mittel und der hohen Kapitalausstattung an den wichtigen Initiativen fest. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen CHF 20.2 Mio. (CHF 18.6 Mio.). Hauptsächlich wegen der pandemiebedingt geringeren Geschäftstätigkeit einerseits sowie der umsichtigen Beschaffungsplanung zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft und verzögerter Auslieferungen andererseits lag der freie operative Cashflow mit CHF -40.2 Mio. unter Vorjahr (CHF -10.0 Mio.). Nach Ausschüttung einer unveränderten ordentlichen Dividende für das Geschäftsjahr 2019 und nicht benötigter liquider Mittel aus dem Verkauf von Schmid Rhyner im Umfang von insgesamt CHF 86.8 Mio. verfügte Conzzeta per Mitte Jahr über einen Bestand an flüssigen Mitteln von CHF 238.2 Mio. bei einer Eigenkapitalquote von 72.2%.

Michael Willome, Conzzeta Group CEO, kommentiert: «Wir blicken auf ein ausserordentlich anspruchsvolles Halbjahr zurück, in dem wir einerseits rasche und dezidierte Massnahmen zur Sicherung der Liquidität und des Gewinns ergreifen mussten, andererseits aber auch die sich aus einer Krise immer ergebenden Chancen für die Zukunft nutzen wollen. Zudem haben wir die strategischen Kernprojekte, den Verkauf von Schmid Rhyner, FoamPartner und Mammut sowie die Weiterentwicklung von Bystronic, planmässig vorangetrieben. Mit der Inbetriebnahme des neuen Montagewerks von Bystronic in Chicago, USA, sowie des neuen Verarbeitungszentrums von FoamPartner in Duderstadt, Deutschland, erreichten wir im 1. Halbjahr unter erschwerten Bedingungen wichtige Meilensteine. Auch bei Mammut erzielten wir unter anderem mit der beschleunigten Umsetzung der Digitalisierungsstrategie Fortschritte, die dem veränderten Kundenverhalten Rechnung tragen und konkreten Mehrwert bieten. Unter dem Stichwort «Rightsizing» werden wir die Gelegenheit nutzen, strukturelle Massnahmen zur nachhaltigen und profitablen Geschäftsentwicklung anzugehen. Einerseits geht es darum, die Kostenbasis der absehbar länger andauernden Erholung der Wirtschaft anzupassen. Andererseits wird die Zuteilung der vorhandenen Ressourcen noch klarer zu priorisieren sein. Wir gehen davon aus, dass die nach Aufhebung der Lockdowns beobachtbare Belebung der Geschäftsaktivitäten im 2. Halbjahr andauert; in China lagen der Auftragseingang von Bystronic sowie der Nettoumsatz von FoamPartner im Juni über Vorjahr.»

Tendenzen und Aussichten: Im Rahmen der angekündigten strategischen Fokussierung auf Bystronic sind die Vorbereitungen für die weiteren Devestitionen inzwischen abgeschlossen. Für den Verkauf von FoamPartner finden derzeit konkrete Gespräche statt, und die Marktansprache mit Mammut erfolgt vorbehältlich der Pandemielage im 2. Halbjahr. Die Präsentation der überarbeiteten Strategie von Bystronic ist im 4. Quartal vorgesehen. Conzzeta erwartet eine fortschreitende Erholung der Geschäftsaktivitäten im 2. Halbjahr, trotz andauernder Unsicherheiten, auch in Bezug auf die sozialen Auswirkungen der Pandemie, den weiteren Verlauf der globalen Handelskonflikte oder den Ausgang der anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA. Der Auftragsbestand bei Bystronic lag per Mitte Jahr um 17.3% unter dem Wert per Ende 2019, was sich im 2. Halbjahr belastend auf die Rechnung auswirken wird, trotz des spürbar verbesserten Auftragseingangs gegen Ende des 1. Halbjahrs. Deshalb und auf Grund der erwähnten Unsicherheiten bestätigt Conzzeta für das Geschäftsjahr 2020 die Erwartung eines Betriebsgewinns (inklusive Veräusserungsgewinns aus dem Verkauf von Schmid Rhyner) in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe bei einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich tieferen Nettoumsatz.

Segmente

Kennzahlen Segmente

CHF Mio. H1 2020 H1 2019 Veränderung
Sheet Metal Processing
Auftragseingang 340.2 450.6 -24.5%
   auf vergleichbarer Basis1     -20.0%
Nettoumsatz 372.6 448.6 -16.9%
   auf vergleichbarer Basis1     -12.0%
Gesamtleistung 391.3 461.9 -15.3%
Betriebsergebnis (EBIT) 27.9 57.8 -51.8%
   in % Gesamtleistung 7.1% 12.5% -540 bp
       
Chemical Specialties (nicht fortgeführtes Segment)
Nettoumsatz 122.8 181.4 -32.3%
   auf vergleichbarer Basis1     -20.2%
Gesamtleistung 122.1 180.2 -32.2%
Betriebsergebnis (EBIT) 49.8 8.6 477.9%
   bereinigt2 1.7 8.6 -80.1%
   in % Gesamtleistung 1.4% 4.8% -340 bp
       
Outdoor (nicht fortgeführtes Segment)
Nettoumsatz 80.9 117.9 -31.4%
   auf vergleichbarer Basis1     -29.1%
Gesamtleistung 80.9 117.9 -31.4%
Betriebsergebnis (EBIT) -23.3 -5.3 340.5%
   in % Gesamtleistung -28.8% -4.5% -2'430 bp

1 Zu konstanten Wechselkursen und bereinigt um Änderungen im Konsolidierungskreis.
2 2020 ohne Veräusserungsgewinn von CHF 48.1 Mio. aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner.

Das Segment Sheet Metal Processing (Bystronic) erzielte einen Nettoumsatz von CHF 372.6 Mio. (Vorjahr CHF 448.6 Mio.). Auf vergleichbarer Basis gab der Nettoumsatz um 12.0% nach. Vor allem das Neumaschinengeschäft wurde durch die Pandemie über alle Produktbereiche hinweg stark in Mitleidenschaft gezogen, zunächst in China, später dann in den meisten anderen wichtigen Absatzregionen. Im April brach der Auftragseingang aufgrund von Reisebeschränkungen und Betriebsschliessungen um über 40% ein. Die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten brachte gegen Ende der Berichtsperiode eine deutliche Belebung, im Juni lag der Auftragseingang noch um knapp 5% unter Vorjahr. Bei erhöhtem Margendruck lag der Auftragseingang für das 1. Halbjahr mit CHF 340.2 Mio. um 24.5% unter Vorjahr bzw. um 20.0% unter Berücksichtigung von Währungseinflüssen. Der Auftragsbestand per Mitte Jahr erreichte CHF 200.3 Mio., verglichen mit CHF 254.4 Mio. per Ende Juni 2019. Das Betriebsergebnis betrug CHF 27.9 Mio. (CHF 57.8 Mio.) mit einer EBIT-Marge von 7.1% (12.5%).

Von den Betriebsschliessungen betroffen war zeitlich gestaffelt auch die eigene Produktion. Werke in China, Europa und Amerika mussten vorübergehend stillgelegt werden. Trotz des widrigen Umfelds gelang es, im April erste Laserschneideanlagen im neuen US-Produktionswerk zu montieren. Die Eröffnung des dazugehörenden Experience Center für Kunden-demonstrationen zur Vermittlung der Technologiekompetenz ist im Verlauf der 2. Jahreshälfte geplant, womit Bystronic die Position im nordamerikanischen Markt deutlich stärken wird. Ebenfalls in der Berichtsperiode erfolgte der Spatenstich für ein neues Experience Center in Korea. Zudem wurden verschiedene Produktinnovationen lanciert. Im Produktbereich «Schneiden» gehörten dazu Anlagen mit nochmals höherer Leistung und Möglichkeiten zur Bearbeitung zusätzlicher Blechformate. Weitere Automationslösungen für Produktionszellen wurden im Produktbereich «Biegen» eingeführt, inklusive einer leistungsstarken Programmiersoftware.

Um die Folgen der Reisebeschränkungen zu mindern, wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um mit neuen digitalen Möglichkeiten nahe am Markt zu bleiben. Dazu gehörten virtuelle Produktdemonstrationen und Schulungen, auch um Kunden den Nutzen der verfügbaren effizienzsteigernden Systeme und Automationslösungen aufzuzeigen. Im Kontext der nachhaltigen Weiterentwicklung wurde für den Standort Niederönz zudem eine Analyse der  Klimaauswirkungen der Geschäftstätigkeit in Angriff genommen, um in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden die Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg weiter zu verbessern.

Das Segment Chemical Specialties (FoamPartner und Schmid Rhyner) erzielte einen Nettoumsatz von CHF 122.8 Mio. (Vorjahr CHF 181.4 Mio.). Auf vergleichbarer Basis gab der Nettoumsatz um 20.2% nach. Aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Schmid Rhyner per Ende Februar 2020 resultierte ein Veräusserungsgewinn von CHF 48.1 Mio. Ohne diesen Einmaleffekt belief sich der Betriebsgewinn auf CHF 1.7 Mio. (CHF 8.6 Mio.) mit einer EBIT-Marge von 1.4% (4.8%). Auch der Geschäftsbereich FoamPartner musste pandemiebedingt verschiedene Produktionsstätten in China, Europa und den USA vorübergehend schliessen. Die Umsatzzahlen lagen in allen Marktsegmenten und Regionen unter Vorjahr, trotz Mehrumsatzes mit Reinigungs- und Hygieneprodukten sowie Produkten für medizinnahe Anwendungen. Besonders nachteilig wirkten sich die Produktionsstilllegungen in der Automobilindustrie aus. Der Umsatzanteil des Marktsegments Mobility (unter Ausklammerung des verkauften Geschäftsbereichs Schmid Rhyner) betrug nach dem überproportionalen Umsatzrückgang um 35.2% im 1. Halbjahr per Mitte 2020 noch 48%, verglichen mit 55% per Ende 2019.

In der Berichtsperiode wurden Fortschritte bei der Umsetzung der laufenden Effizienz-massnahmen, Innovationsprojekte und Modernisierung der Führungsprozesse erzielt. Das neue Verarbeitungszentrum mit zusätzlichen Kapazitäten in Duderstadt konnte im April zeitgerecht in Betrieb genommen und der Standort Stadtallendorf per 30. Juni geschlossen werden.Am chinesischen Standort Changzhou wurden sowohl die Produktions- als auch die Lagerflächen erweitert, um die Logistikabläufe deutlich zu verbessern und künftiges Wachstum zu ermöglichen. Mit RegiSeal(R) e-Thermo wurde für die Elektromobilität eine neue Lösung vorgestellt, die dank verbesserter Isolierung den Energieverbrauch reduziert und die Reichweite der Fahrzeuge erweitert. Eine weitere Innovation für die Fahrzeuginnenausstattung ist die unter Verwendung nachhaltiger Rohstoffe hergestellte OBoNature(TM)-Produktfamilie, die eine effiziente und ressourcenschonende Verarbeitung ermöglicht und gleichzeitig ein verbessertes Innenraumklima schafft.

Unter dem Stichwort «Planet, People, Performance» befindet sich bei FoamPartner die Formalisierung eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts in Vorbereitung, das im 2. Halbjahr kommuniziert werden und als Grundlage für die Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit und Schärfung des Marktauftritts dienen soll. Zur fortgesetzten Modernisierung der Führungsprozesse gehörten im 1. Halbjahr Business Excellence Programme an verschiedenen Standorten, unter anderem zur Verbesserung der Materialausbeute und der weiteren Digitalisierung. Zudem wurden IT-Systeme zur verbesserten Ressourcenplanung und Kundenbewirtschaftung eingeführt.

Das Segment Outdoor (Mammut) erzielte einen Nettoumsatz von CHF 80.9 Mio. (Vorjahr CHF 117.9 Mio.). Auf vergleichbarer Basis gab der Nettoumsatz um 29.1% nach. Das Betriebsergebnis im saisonal schwächeren 1. Halbjahr betrug CHF -23.3 Mio. (CHF -5.3 Mio.). Der vom Umsatzanteil her dominierende Offline-Verkaufskanal mit dem Fachhandel und den Monobrand-Stores blieb im 1. Halbjahr an rund 40 Tagen fast vollständig geschlossen, während der Nettoumsatz in den digitalen Kanälen markant zulegte. Die Sommerkollektion konnte wegen der geschlossenen Ladengeschäfte zum grossen Teil erst ab Mitte Mai mit Verspätung ausgeliefert werden, und wegen der vorübergehenden Unterbrüche bei der Herstellung der Winterkollektion musste auch diese im grossen Umfang mit erheblichem Aufwand neu disponiert werden.

Im Kontext der strategischen Ausrichtung von Mammut und zur Minderung der Auswirkungen der Pandemie wurden in der Berichtsperiode verschiedene Massnahmen eingeleitet. Dazu gehört ein weiterer organisatorischer Entwicklungsschritt zur Stärkung der organisatorischen Zuständigkeiten und zur Straffung zentraler Abläufe. Mit neuen Gesamtverantwortlichkeiten für «Brand & Consumer» sowie «Products» werden unter anderem der beschleunigte Ausbau des Endkundengeschäfts, die Schärfung des Marktauftritts über alle Kanäle hinweg sowie grundlegende Verbesserungen in der Supply Chain angestrebt. Darüber hinaus sind die weitere Fokussierung des Produktportfolios sowie die Optimierung der internationalen Präsenz vorgesehen, wobei im 1. Halbjahr erste Restrukturierungskosten im Betrag von CHF 1.6 Mio. anfielen. Mit den Massnahmen soll die Organisation den bestehenden Herausforderungen und den sich verändernden Marktbedürfnissen entsprechend angepasst sowie die Profitabilität strukturell verbessert werden.

Bei der Bewältigung der Pandemie wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie WE CARE zum Schutz der Lieferanten unter anderem darauf geachtet, keine Aufträge zu stornieren, bei denen mit der Produktion schon begonnen wurde oder diese bereits abgeschlossen war. Mit «Close the Loop» wurde in Zusammenarbeit mit einer Klimaschutzorganisation zur Schonung der natürlichen Ressourcen im Outdoorsport die Wiederverwertung von Kletterseilen lanciert. Aus der seit Längerem betriebenen, systematischen Beschäftigung auch mit den sozialen und ökologischen Aspekten der eigenen Geschäftsaktivitäten entstand in der Berichtsperiode das neue Leitmotiv «To create a world moved by mountains». Denn neben der Sicherstellung einer angemessenen Profitabilität gewinnt die nachhaltige Geschäftsführung unter Einbezug aller Anspruchsgruppen für die eigene Zukunftsfähigkeit an Bedeutung.

Hinweise
Weitere Informationen unter www.conzzeta.com.
Halbjahresbericht online: report.conzzeta.com/h2020.

Für Rückfragen
Michael Stäheli, Head Investor Relations & Corporate Communications;
Telefon +41 44 468 24 49; media@conzzeta.com

Über Conzzeta
Conzzeta ist eine diversifizierte Schweizer Unternehmensgruppe. Sie steht für Innovation, Marktorientierung und eine unternehmerische Grundhaltung. Rund 5'000 Mitarbeitende sind an weltweit mehr als 60 Standorten in den Bereichen Blechbearbeitung, Schaumstoffe und Outdoor tätig. Conzzeta hat im Dezember 2019 die strategische Fokussierung auf die Blechbearbeitung und den Verkauf aller anderen Aktivitäten angekündigt. Conzzeta AG ist an der SIX Swiss Exchange kotiert (SIX:CON).



Ende der Ad-hoc-Mitteilung

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